Kaum zu glauben, aber wir haben den Absprung aus Bremen geschafft! In Bremerhaven gabs zu Klaubermanns Beruhigung noch eine anständige Schiffstaufe und dann mussten wir uns von unseren Liebsten trennen. Die Tränen trockneten wir tags drauf im “Klimahaus”, liefen durch die unterschiedlichen Klimazonen und bekamen richtig Lust, jetzt mal endlich loszudampfen. Am nächsten Tag dann endlich der Absprung aus Deutschland.

Und was für ein Sprung, alle Wattinseln auf einen Streich. Bremerhaven-Vlieland in 30 Stunden. In einer Vollmondnacht schaukelten wir durch die bleierne See, denn Wind war leider so gut wie garnicht. Dafür aber ein wenig Meeresleuchten, das die Schaumkronen der Bugwellen Phosphorgrün erstrahlen liess. Jetzt klingeln uns gewaltig die Ohren, denn des Smutjes geliebte alte Dame ist nicht gerade ein Motor von der leisen Sorte. Die Augenringe hängen auch ganz schön tief, denn Wachwechsel haben wir noch nicht eingeführt. Die erste Nachtfahrt auf der INTI war einfach noch zu spannend.  Jetzt aber ab in die Koje, denn morgen hat die Capitana Geburtstag und wir wollen ja nicht älter aussehen als wir sind.