Lange haben wir nichts mehr geschrieben. Das lag nicht daran, dass wir auf der faulen Haut lagen, nein, wir haben geackert wie die Wilden, dass die Finger und Köpfe abends so stark rauchten, dass sie einfach nicht mehr schreiben wollten.

Viel ist passiert, viel hat sich bewegt. Wir haben jetzt diverse Scheine absolviert und der Amateurfunker, UBI und SRC ist in ordnungsgemäß in der Tasche. Ob das irgendjemanden in der Welt interessiert, bleibt abzuwarten…

Das Boot hat auch so einige Metamorphosen durchlebt. Der Rumpf wurde von Rost befreit und ausgebessert, das Antifouling hat schon eine neue Schicht und wartet auf die nächste. Das ehemals etwas traurige, lackblätterige Heck sieht aus wie neu. Auch innen ist so einiges passiert. Die Decke ist jetzt weiss und hat schöne Leisten und neue Lampen bekommen, ins Bad kommt ein neues Klo und Waschbecken. Die Ventile sind erneuert, die Küche haben wir umgebaut und um einen Backofen ergänzt, die Batteriefächer vergrößert, alle Holzteile und Schapps wurden frisch geölt und gelackt, die Bilge gepinselt  und die Verkleidung und Isolation der Wände und Decke teilweise erneuert. Unser Schlafzimmer im Bug haben wir auch umgebaut, jetzt kann man endlich ohne die unpraktische  „Keuschheitsritze“ zusammenliegen und direkt durch die Luke in die Sterne schauen. Nicht nur wir, auch andere sind kräftig am rödeln. Nachdem wir die Polster alle neu zugeschnitten haben liegen sie jetzt beim Polsterer und warten auf die neuen Bezüge und die „Segelwerkstatt Berlin“ bastelt an  der neuen Sprayhood und sitzt über unseren Segeln und kontrolliert die Nähte.

Vieles hat sich getan, aber es gibt auch noch etliche Baustellen. Alles, was wir uns vorgenommen haben, werden wir wohl erstmal nicht schaffen, aber egal wir wollen LOS!!! Der Rest wird unterwegs gemacht. Jetzt heisst es noch schnell alle Teile verbauen und anschließen und unseren guten alten Motor mit frischem Öl und Filtern pflegen.

Dann aber ab ins Wasser – wir können es kaum erwarten!!! Nicht zuletzt das Treffen mit Norbert und Christiane von der „Spica“ und David von der „Rancho Relaxo“ haben uns  bestätigt, dass es das Wichtigste ist loszukommen. Jetzt noch Wohnung loswerden, Auto verkaufen und ein paar Partys feiern und dann Leinen los!